Neue Internetseite

Die Legion erhält eine neue Tunika!

Demnächst entsteht hier der neue Internetauftritt des Werder Fanclubs “Grün-Weisse-Legion”. Bis dahin bitte ich um etwas Geduld, da meine Zeit momentan sehr begrenzt ist.

Schönen Gruß

Christoph

 

 

Abschied von Torsten Frings

Torsten Frings

Am Ende wurde es noch einmal hochemotional. “Ich musste schon ein bisschen weinen”, gestand Torsten Frings. 40.000 Fans feierten den 36-Jährigen in seiner alten Heimat, dem Bremer Weserstadion. Dort, wo der “Lutscher” die längste Zeit als Fußballprofi verbracht hat. Jetzt ist die Karriere des Mannes mit der Mähne, den vielen Tattoos und dem Hang zu großen Autos zu Ende. Es war eine Zeit mit sportlichen Erfolgen – aber auch ständigen Rückschlägen.

Denn die Liste der Verletzungen ist fast doppelt so lang wie die mit den Titeln: Kreuzbandriss, Innenbandriss, Rippen- und Nasenbeinbruch sowie diverse Bänder- und Muskelfaserrisse stehen einer Deutschen Meisterschaft mit Bayern München 2005 und insgesamt drei DFB-Pokalsiegen mit Werder (1999 und 2009) und den Bayern (2005) gegenüber.

International hat Frings viel von seinem guten Kumpel Michael Ballack, der bei der Abschiedsgala natürlich ebenfalls zugegen war: Vize-Weltmeister 2002 nach dem 0:2 im Endspiel gegen Brasilien. Vize-Europameister 2008 nach der 0:1-Final-Niederlage gegen Spanien. Dazu kommt noch eine Niederlage im Uefa-Pokalfinale 2009 mit Werder gegen Schachtjor Donezk (1:2 nach Verlängerung). Aber dafür sind gute Freunde ja auch da – denn dank Ballack hat man den Titel des “ewigen Zweiten” eigentlich nie mit Torsten Frings in Verbindung gebracht.

Unrühmlicher Abschied aus der Nationalelf

Auch bei der WM 2006 im eigenen Land kam es zu einer kleinen Parallele: Nach dem Viertelfinalsieg im Elfmeterschießen gegen Argentinien gab es Tumulte auf dem Platz. Frings wurde später für das Halbfinale gegen Italien gesperrt. Deutschland verlor, wie schon vier Jahre zuvor im Finale gegen Brasilien, in dem wiederum Ballack aufgrund einer Sperre fehlte.

Alles andere als rühmlich war zudem Frings’ Abgang aus der DFB-Elf. Und auch hier spielte der Kumpel keine unwesentliche Rolle. Ballack nämlich war es, der öffentlich den Umgang von Bundestrainer Joachim Löw mit verdienten Spielern kritisierte. Zwar kam es zu einer Aussprache unter Männern, doch nach nur einem weiteren Einsatz am 11. Februar 2009 gegen Norwegen (0:1) war für Frings nach 79 Länderspielen mit zehn Toren endgültig Schluss.

 

Im Sommer 2011 war auch seine Zeit in Bremen abgelaufen – was folgte, war der Abflug über den Teich: Bei Toronto FC lief er noch ein wenig für die Rentenkasse auf, ohne sich zu sehr kaputt zu machen. Eine ebenso logische wie nachvollziehbare Entscheidung.

Nachwuchsförderung bei Werder Bremen

Am Samstagabend dann der große Abschied mit Freunden und alten Weggefährten wie Johan Micoud, Diego, Ailton, Tim Wiese, Naldo, Dieter Eilts, Marco Bode, Frank Baumann, Tim Borowski und Fabian Ernst – Erinnerungen an bessere Werder-Zeiten wurden geweckt. Die Fans dankten ihrem langhaarigen Helden für 402 Bundesliga-Spiele, davon 326 für Werder, 47 für Borussia Dortmund und 29 für die Bayern, in denen er 49 Tore erzielte.

Ganz weg ist Frings aber nicht: An alter Wirkungsstätte sorgt er als Co-Trainer der zweiten Mannschaft inzwischen für den Nachwuchs an der Weser.